Ausfallende Critical-Mass-Touren aufgrund SARS-CoV-2 Aufgrund der aktuellen Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 bestehen in vielen Gebieten der Bundesrepublik Deutschland und anderer Staaten behördliche Anordnungen und Verbote von Veranstaltungen oder größeren Menschenansammlungen. Es kann sein, dass auch in deiner Stadt auf unbestimmte Zeit keine Critical Mass mehr stattfinden kann.

Dezentrale Critical Mass

Heute ist der vermutlich „erste letzte Freitag“ seit Anbeginn der Critical Mass, an dem rund um den Globus keine Radtouren stattfinden. Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, das Rad im Keller stehen zu lassen.

Heute ist der vermutlich „erste letzte Freitag“ seit Anbeginn der Critical Mass, an dem rund um den Globus keine Radtouren stattfinden.

Im Sinne des Infektionssschutzes sind wir strikt angewiesen, einen möglichst großen Abstand zu anderen Menschen einzuhalten, um die Ausbreitung des SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Das verbietet nicht nur lustige Grillabende im frühsommerlichen Stadtpark oder das für viele Menschen gesellige Zusammensein in der Kneipe oder zu Hause, sondern auch gemeinsame Radtouren, die wie von Geisterhand koordiniert am letzten Freitag im Monat durch die Städte rollen.

Weil eine gemeinsame Tour nicht in Frage kommt, wuchs in verschiedenen Städten die Idee, eine dezentrale Critical Mass zu fahren: Anstatt von einem Treffpunkt gemeinsam durch die Stadt zu radeln, fährt jeder für sich unter Einhaltung der jeweiligen Infektionsschutzregelungen. Das klappt natürlich nicht in Ländern oder Städten in Quarantäne oder mit strikten Ausgangssperren.

Vielerorts ist das Verlassen des Hauses unter anderem zur sportlichen Betätigung weiterhin erlaubt und wird vereinzelt zur Stärkung des Immunsystems und der psychischen Gesundheit mehr oder weniger ausdrücklich empfohlen. Insofern spräche nichts dagegen, heute Abend alleine unter Einhaltung der bekannten Sicherheitsmaßnahmen und -abstände eine kleine Runde um den Block zu drehen. Aber wenn ihr euch zu einer kleinen Radtour entscheiden solltet, gilt heute umso mehr: Baut keine Scheiße. Soll heißen: Bedrängt weder andere Menschen, respektiert ihre Sicherheitsbereiche, wartet im Zweifelsfall lieber ab und wählt einen anderen Weg.

Es ist auch vollkommen okay, heute nicht zu fahren und den Abend zu Hause zu verbringen. Auf criticalmaps.net könnt ihr auf einer Karte die Standorte aller Radfahrer verfolgen, die ihre Position mit der App „Critical Maps“ teilen. Bitte versteht das nicht als Möglichkeit, euch in kleinen Gruppen zusammenzufinden, damit tut ihr außer dem SARS-CoV-2 niemandem einen gefallen.

Wenn ihr Lust habt, zeichnet eure Tour mit Strava oder einer ähnlichen App auf, schießt ein paar Fotos von der dezentralen kritischen Masse und ladet sie auf criticalmass.in zu der Tour eurer jeweiligen Stadt hoch.

Eine Bitte zum Schluss: Bleibt gesund — und sorgt dafür, dass andere Menschen gesund bleiben.

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